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Digitalisierung und soziale Sicherung

Die Arbeit wird durch die Digitalisierung, auch als Industrie 4.0 bekannt, neu organisiert. Bis zu 18,3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland (59%) können bis 2025 ersetzt werden –  Kann das „bedingungslose“ Grundeinkommen eine Antwort sein? Bevor die Schlagworte kommen: „Keine Leistung ohne Gegenleistung“ oder „Arbeit muss sich lohnen“

Zur Einführung in die Problematik: Die Monitor-Sendung vom 2.11.17

Eine Dokumentation der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages listet wesentliche Studien- und Forschungsprojekte zur Digitalisierung und den daraus abgeleiteten Folgen für den Arbeitsmarkt auf. Dokumentation WD 6 – 3000 – 035/16: Industrie 4.0 und Arbeitsmarktprognosen bis 2030. Unsere politischen Vertreter sind bestens informiert, der einfache Bürger hat keinen direkten Zugang.  Wer Interesse hat hier einige Studien.

+ Bundesagentur für Arbeit, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt. Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland.
http://doku.iab.de/forschungsbericht/2015/fb1115.pdf

+ Bertelsmann Stiftung und der Stiftung Neue Verantwortung (snv), 2016: Auf dem Weg zum Arbeitsmarkt 4.0. Mögliche Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit und Beschäftigung in Deutschland bis 2030.
https://www.stiftung-nv.de/…/def…/files/arbeitsmarkt2030.pdf

Die Frage nach der fairen Teilhabe an den Wohlstandsgewinnen ist für eine tragfähige Soziale Marktwirtschaft zentraler denn je.

Das Problem ist der veraltete Sozialstaat, herausgefordert durch die Alterung, Digitalisierung, Individualisierung und der bestehende Arbeitsethos. Thomas Straubhaar zeigt in seinem Buch: „Radikal Ger€cht“ auf, wie das Grundeinkommen funktioniert, notwendig aber auch heute schon kostenneutral finanzierbar ist. Damit ist es ökonomisch sinnvoll und gerecht.

Der Autor beschreibt nicht nur nachvollziehbar die Funktionsweise und Folgewirkungen eines Grundeinkommens, er zeigt nachvollziehbare Berechnungen auf.  Es bietet einer durch Veränderungen verunsicherten Bevölkerung ökonomische Sicherheiten. Dennoch setzt es auf Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit, Leistungsbereitschaft und Leistungswillen.

Arbeit lohnt sich.

Ich schließe mich nach dem Lesen dem Autor an: „Es ist zu kurz gedacht, im Grundeinkommen eine unverdiente „Wohltat für alle“ zu sehen. Vielmehr ist das bedingungslose Grundeinkommen das zeitgemäße sozialpolitische Konzept für die digitale Welt des des 21. Jahrhunderts und damit eine unverzichtbare, radikal gerechte Voraussetzung für einen Wohlstand für alle„.

Nutzt die Möglichkeiten der Diskussion; es muss schnell gehandelt werden!