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Wir sind selbst schuld an der Ungleichheit

soziale Ungerechtigkeit FESFür mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland steht fest: Die soziale Ungleichheit hierzulande ist zu groß. Die Wähler der „Linken“ sehen dies zu 90 Prozent, der „Grünen“ zu 90 Prozent und der „SPD“ zu 87 Prozent.  Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

In Deutschland haben wir, die Beschäftigten, uns der Macht selbst den Boden entzogen und damit die Ungleichheit befördert. Der Trend geht zur Entsolidarisierung. Daraus entstand eine ungesunde Entwicklung, die den inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft gefährdet. Jammern hilft nicht.

Waren Anfang der 1990er Jahre noch bis zu 40 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland in einer Gewerkschaft, sind es derzeit noch etwa 15 Prozent. Natürlich sind die Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen nicht schuldlos an der Misere. Ihren autoritären Führungsstil, Skandale haben viele Beschäftigte abgeschreckt. Hinzu kommt, dass den Gewerkschaften Fälle von Mauscheleien mit den Arbeitgebern von interessierter Seite vorgeworfen werden, weil sie den geforderten notwendigen Interessenausgleich im Rahmen des Sozialstaates nicht deutlich vermitteln. Es fehlt an Transparenz. Gleiches gilt in vollem Umfang für die Partei. Hinzu kommt der in der Realität fehlende Schulterschluss zwischen Arbeitnehmern, Gewerkschaften und Partei. Die Betriebsgruppen sind aufgelöst, die Vertrauenskörper der Gewerkschaften geschwächt. Dies verstärkt das Auseinanderdriften durch fehlende Lobbyarbeit, die dagegen von den  Kapitalinteressen ständig ausgebaut werden. Aktuelles Beispiel ist der Streit um den Verkauf Kaiser´s / Edeka.  Hier Nachweise

Seit Jahren steigen die Löhne der Beschäftigten langsamer als die Gewinne der Unternehmen und die Einkommen durch Mieten und Kapitalerträge. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Bruttolöhne von 1995-2014 um etwa 48 Prozent, im gleichen Zeitraum die der Unternehmen und Vermögenseinkommen aber um etwa 67 Prozent. Die Beschäftigten konnten damit nach Inflation Ihren Wohlstand vielleicht nur erhalten, den sie in den letzten zwei Jahrzehnten selbst erwirtschaftet haben. Gewinner waren mit 20 Prozent die Kapitalgeber. Das ist die große soziale Ungerechtigkeit. Der hochgelobte, gepriesene Sozialstaat hat nach 70 Jahren für uns die „breite Masse“ wirklich ausgedient, wenn sich die Mehrheit weiter aus der Partei in die Privatheit zurückzieht.

Gefordert ist persönliches Engagement. Missstände offen benennen. Gleichgesinnte suchen. Die Gesetze sind vorhanden, werden oft nicht beachtet oder umgesetzt.

Leider hat sich bei der Suche nach Kandidaten für den Seniorenbeirat kein Mitglied gemeldet.

Fangen wir in der Kommune an. Mischen wir uns ein.

Jammern hilft nicht, stärken wir die Partei!  Stärken wir unsere Position!

Merkt Euch den Termin 31.08.2016

Gesucht sind: Ideen für Arbeit & Leben in Oberhausen

Einladung zum Forum Stadtentwicklung 31.08.2016